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St. Valentin

Südlich von Kastelruth steht mitten in den Wiesen oberhalb von Seis die Kirche zum hl.Valentin (Fest am 14. Februar). In den Feldern nördlich des Kirchleins und in seiner Umgebung sind sehr wahrscheinlich Reste einer römischenSiedlung in der Erde verborgen.
Die Kirche von St. Valentin wird im Jahr 1244 urkundlich erwähnt. Von dieser Urkirche besteht heute noch der Turm. Im 14.Jahrhundert erfolgten Umbauten. Die Neueinweihe erfolgte im Jahr 1353.
Es sind vor allem die herrlichenWandgemälde an der Südseite, die seit fast 600Jahren die Menschen beeindrucken. Eine thronende Muttergottes und die Anbetung der Hl. Drei Könige, das Schweißtuch der hl. Veronika, eine Kreuzigungsgruppe und St. Valentein sind die Visitenkarte eines hochbegabten Bozner Meisters aus dem beginnenden 15. Jahrhundert, der sich an Vorbildern aus Verona geschult hat. Vom selben Künstler sind auch die schlecht erhaltenen Bilder im Inneren der Kirche, die dieser über den ersten Fresken von etwa 1360 angebracht hat, als die Kirche nach romanischer Gepflogenheit noch eine flache Holzdecke trug.
Bei der zwischen 1962 und 1972 erfolgten Aufdeckung der drei Malschichten im Inneren kamen auch Beispiele von Gemälden des so genannten Donaustils (um 1530) zum Vorschein, die Begebenheiten aus dem Neuen Testament und dem Leben Jesu zum Inhalt haben.
Der Flügelaltar wurde von DekanBamhackl aus verschiedenen Figuren zusammengestellt und weist Stilformen des ausgehenden 15. Jahrhundert auf (Spätgotik). In der Mitte des Schreines steht die Figur des Schmerzensmannes zwischen den beiden HeiligenValentin (Valentin Priester und Märtyrer und Valentin Bischof, der Apostel Rätiens)

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